Der Berg ruft: Ein Reisebericht aus Kitzbühel

Von Champagner Frühstück bis Bergwanderung hab ich viel erlebt!

Hahnenkamm Sonnbühel | Magazin | Mr. Düsseldorf
Der legendäre Skiort Kitzbühel in Tirol ist sicherlich den meisten Wintersport-affinen Düsseldorfern ein Begriff. Ich zumindest denke bei Kitzbühel sofort an rasante Abfahrtsrennen, beeindruckende Bergmassive, sowie ein mondänes, schickes Örtchen mit gehobenen Hotels für den anspruchsvollen Winterurlauber. Lange ist’s her als ich das letzte Mal dort war. Daher wurde es dringend Zeit für einen Trip nach Kitzbühel mit Paula – unsere Wahl fiel schnell auf das Hotel Kitzhof Mountain Design Resort.

Ab nach Kitz!

Früher, als ich ein Kind war, ging es mit Opa und Oma stets mit dem Auto in den Skiurlaub. Etwas anderes stand garnicht zur Debatte, schließlich hatte jeder seine eigene Ski-Ausrüstung dabei und die Fahrt hatte gefälligst schon zum Urlaub zu gehören. Da sind wir heute schon etwas flexibler unterwegs: Wir flogen um 6.00 Uhr morgens mit Eurowings in einer “gemütlichen” Propellermaschine in einer Stunde direkt von Düsseldorf nach Salzburg. Dort erwartete uns bereits das zuvor gebuchte Shuttle und brachte uns innerhalb einer weiteren Stunde direkt zu unserem Hotel – Ankunft um 8.30 Uhr und der ganze Tag lag noch vor uns. Im Nachhinein eine hervorragende Wahl. Etwas teurer als per Auto, aber dafür deutlich zeiteffizienter und bequemer. Schließlich hatten wir nur 4 Tage – die wollen ausgenutzt werden.

Das Hotel Kitzhof Mountain Design Resort, mitten in Kitzbühel gelegen, begrüßte uns bei strahlendem Sonnenschein. Meine Erwartungen an das frisch renovierte 4-Sterne Superior Haus waren hoch und wurden nicht enttäuscht. Das moderne Design Resort verfügt über ein großzügiges Spa, einen 15m Indoor-Pool, ein Fitnessstudio, diverse Restaurants, eine Bar & Lounge, sowie diverse andere Annehmlichkeiten. Dazu aber gleich noch mehr. Unser Zimmer, eine Junior Suite, war richtig klasse: eine Symbiose aus modernen Elementen und dem klassischen alpinen Stil mit viel Holz und gemütlichen Elementen. Der Blick auf das Bergmassiv vom Balkon oder der frei stehenden Badewanne im Bad aus, war berauschend. Die kostenlose Minibar, die Illy Espressomaschine, sowie die gemütliche Couch-Ecke komplettierten den durchweg positiven Eindruck.

Auf zum Hahnenkamm!

Bei strahlendem Sonnenschein galt es dann nach dem Frühstück keine weitere Zeit zu verlieren: Ab in die Gondel und hoch zum Hahnenkamm. Die Berg- und Talfahrt für Fusgänger kostet rund 25 Euro pro Person. Von der Bergstation ist es ein wunderbarer, 15-minütiger Fußmarsch durch den Schnee zur Sonnbühl, der bekannten Alm mit der hervorragenden italienischen Küche. Einen Tisch zum Lunch haben wir spontan natürlich nicht mehr ergattert (dort geht nichts ohne Reservierung), aber ein schönes Fläschchen Champagner auf der Liege in der Sonne war ein gutes Trostpflaster. Den Lunch nahmen wir dann “bei Tomschy” in der Bergstation ein. Leider kann das Essen hier nicht mit der Sonnbühl mithalten, aber die Weinkarte ist umso beeindruckender. Vom einfach Grünen Veltiner bis zum 82er La Tache von Romaneé-Conti ist hier für jeden Geldbeutel etwas dabei. Nach oben quasi offen – typisch Kitzbühel eben.

Speis & Trank im Kitzhof

Pünktlich zum Dinner waren wir wieder im Hotel. Da wir Halbpension gebucht hatten, erwartete uns neben dem täglichen Frühstücksbuffet ein 4-Gang Abendmenü in der Kaminstube des Hotel-Restaurants “Weißer Hirsch”. Ähnlich wie die Zimmer verbindet auch das Restaurant moderne Elemente mit einem klassischen Touch – ein Kamin in der Raummitte sorgt für Wärme und Gemütlichkeit. Täglich wählte man zwischen 3 verschiedenen Vorspeisen, einer Suppe, einem Hauptgang und einem Dessert. So war für Fleisch- und Fischfreunde sowie Vegetarier täglich Etwas dabei. Vegane Kost gibt es auf Anfrage.

Einige unserer Favoriten nach 4 Tagen Aufenthalt waren die hausgemachten Ravioli, das Ossobucco oder die frische Forelle. Der Kitzhof legt grundsätzlich großen Wert auf Nachhaltigkeit, daher kommt ein Großteil der Zutaten aus der Region. Gerade bei der Forelle schmeckte man dies auch – frischer geht’s nicht. Nicht zu verachten waren auch die Desserts. Hier gab ebenfalls täglich 3 zur Auswahl und alle, die wir probiert haben, waren eine Sünde wert. Vor allem die süße Lasagne ist mir in Erinnerung geblieben – lecker!

Die Weinkarte und der begehbare Keller im Kitzhof können sich ebenfalls sehen lassen. Die Karte umfasst etliche Positionen, vorwiegend aus Österreich und Deutschland, aber auch einige französische, italienische und spanische Gewächse, sowie “neue Welt”. Der hauseigene Sommelier berät kompetent und nett. Mein Highlight war der 2013er Moarfeitl vom Weingut Neumeister. Ein hervorragender Chardonnay im burgundischen Stil zu einem sehr fairen Preis von 89 Euro im Restaurant. Den könnte man glatt jeden Abend genießen!

Nochmal kurz zurück zum Frühstück: Natürlich bietet der Kitzhof ein riesiges Buffet mit einer tollen Auswahl an regionalen und hausgemachten Produkten. Ein Highlight ist aber die Tatsache, dass man so viel Ruinart Champagner trinken kann, wie man möchte. Für einen Champagner-Liebhaber wie mich, ein 6er im Lotto – und das jeden Morgen!

Relax: Wellness & Spa

Wie schon erwähnt verfügt der Kitzhof über ein wirklich tolles, brandneues Spa. Ob ihr morgens Bahnen schwimmen, im modernen Gym mit Blick auf die Berge schwitzen, eine Massage genießen, eine der vier Saunen und Dampfsaunen nutzen, oder einfach nur auf der Sonnenterrasse oder im Wintergarten mit Kamin chillen wollt – alles ist möglich. Aufgrund der Großzügigkeit der Wellness Area wirkt es auch nie überlaufen. Wir jedenfalls genossen das Spa fast täglich und gönnten uns auch Sport- und Rückenmassagen. Nur zu empfehlen!

Und sonst so?

Wie ihr sicher schon bemerkt habt, sind wir kein Ski gefahren. Das war dieses Jahr einfach nicht drin, aufgrund kleiner Sport-Verletzungen. Nächstes Jahr sollte es wieder klappen. Aber auch ohne Wintersport wurde es uns nicht langweilig. Spaziergänge in Kitzbühel, Ausflüge auf die Berge, der Besuch diverser Cafés, Restaurants und (Wein-)bars ließen die Tage vergehen wie im Flug.

Schön war auch unser Museumsbesuch in der Sammlung Alfons Walde. Neben wechselnden Sonderausstellungen, bietet das kleine Museum einen super Überblick zur Stadtgeschichte, den Aufstieg zum Mekka des Skisports, sowie eine beeindruckende Sammlung von Werken des weltberühmten Kitzbühler Künstlers Alfons Wade. Hier kann man sich gut ein bis zwei Stunden aufhalten.

Ein Highlight ist natürlich auch immer eine Einkehr bei Rosi’s Alm. Wer Kitzbühel kennt, kennt auch die Sonnbergstuben von Rosi, denn auf dieser Hütte gibt es super Essen (ich sage nur Käsespätzle und Kaiserschmarrn), tolle Drinks, super Stimmung und natürlich die singende Wirtin Rosi – und das schon seit Jahrzehnten. Die unzähligen Fotos von Rosi mit Promi-Gästen zeugen von illustren Abenden und einem Ruf, der ihr vorauseilt. Auf jeden Fall ein Pflichtbesuch!
Nach vier wunderbaren Tagen war es dann (leider) Zeit für unsere Heimreise. Wir hatten eine sehr schöne Zeit im Kitzhof in Kitzbühel und kommen definitiv wieder. Vielen Dank an das freundliche Team des Kitzhof für die Gastfreundschaft und den tollen Aufenthalt.