Andreas Quartier

Das Künstlerviertel mit historischem Charme

Andreas Quartier Frontseite vergangenes Weihnachten

Die Eröffnungsfeier des Andreas Quartiers ist mittlerweile über ein halbes Jahr her. Nun wird es Zeit den Prachtbau mit historischem Charme mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Über die tollen Restaurants, welche in das Viertel gezogen sind, habe ich bereits einiges berichtet. Die drei außergewöhnlichen Gastronomien – das Café du Sommelier, das MASH und die 20° Restobar –  sind nicht nur kulinarisch ein Highlight, sondern auch architektonisch.

Der erste Spatenstich

Für alle Wahl-Düsseldorfer oder die, die es noch werden wollen, fange ich mit einer kurzen Info über das Bauprojekt an.

2010 hat das Bau-Unternehmen Frankonia den ersten Spatenstich gesetzt. Das alte Landes- und Amtsgericht musste zum großen Teil abgerissen werden, da die Bausubstanz nicht mehr stabil genug war. Einzig und allein das alte Amtsgericht konnte vollständig erhalten und restauriert werden. Sogar einige Räume, wie beispielsweise das alte Richterzimmer, direkt über dem Eingang des Andreas Quartiers, blieben im historischen Zustand. Die ursprüngliche Wandverkleidung wurde freigesetzt und ziert heute die Wand dieses besonderen Raums. Der gesamte Komplex wurde im Oktober 2017 mit einer großen Eröffnungsfeier eingeweiht. Nun konnten auch Anwohner, Gastronomien und das Hyatt House einziehen – das Andreas Quartier wurde wieder zum Leben erweckt.

Die Kunst und das Andreas Quartier

Unmittelbar verknüpft mit dem Komplex ist die Kunst im Andreas Quartier

Hauptverantwortlicher für das künstlerische Schaffen um und in dem Komplex ist der deutsche Künstler „H.A. Schult“. Angefangen hat seine künstlerische Kuration des Viertels mit der „Freiheits-Wand“, auf welcher er tausende Briefe von Düsseldorfern zu einer 20 Meter langen und fünf Meter hohen Wand zusammenfügte. Mittlerweile ist seine Kunst in dem alten Gericht überall zu sehen. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die „Trashman“ oder sein Werk „Actions Blue“. „Mein Studium der Kunst fand täglich im Kreuzherreneck, im „Bobby“, auch „Bobby’s Schnappsbude“, zwischen 6 Uhr abends und 3 Uhr morgens statt“, erzählt Schult über seine Studienjahre, die er in genau diesem Viertel verbrachte.

Aber nicht nur Schult ist einer der ausgestellten Künstler. Unter anderem hängt auch ein Günther Uecker in der Lobby. Eine solch vielfältige und außergewöhnliche Kunstsammlung wünscht sich wahrscheinlich das ein oder andere Museum. Besonders beeindruckend ist, wie die Kunst in das Gebäude integriert wurde. Denn die Kunst ist, genauso wie die Düsseldorfer selbst, ein großer Teil Düsseldorfs.

Inside Andreas Quartier

Nun kommen wir zum Bedeutsamsten, den „inneren Werten“ des Andreas Quartiers.

Man betritt das Gebäude über die große Treppe und sieht links und rechts zwei große Tafeln auf denen „Hyatt House“ und „AQ Wohnzimmer Düsseldorfs“ stehen. Für den Außenbereich, vor dem AQ, ist noch einiges geplant. Sowohl eine Terrasse, als auch gemütliche Kissen für die Treppe, um dort sonnige Tage zu verbringen – sicherlich eine tolle Location zum Entspannen und um Drinks zu genießen. Betritt man die „große Halle“ oder viel mehr das majestätische Foyer des „Wohnzimmers“ fällt der Blick sofort auf die wunderschöne alte Treppe, die das Zentrum des großen Raums bildet. Um die Treppe herum sind Lounge-Bereiche und gemütliche Sessel platziert, links eine Bibliothek mit Sitzmöglichkeiten und rechts die stylische Bar, welche es übrigens in unsere Topliste der 11 besten Bars der Stadt geschafft hat. Der Kontrast zwischen der alten Architektur und der modernen Kunst, dem Mobiliar und der Bar spielt hier eine wichtige Rolle und lässt den Raum zu einer echten Rarität werden.

In das „Hyatt House“ führt ein Zugang im hinteren Bereich der Eingangshalle. Hier wird man von zwei „Trashman-Concierge“ begrüßt. Das Hyatt House ist ein modernes, freundliches und hoch qualitatives Hotel, mit außergewöhnlich großen Zimmern. Die Standardzimmer sind im Vergleich mit „normalen“ Hotelzimmern bedeutend größer und imposanter. Alle Zimmer sind mit einer voll eingerichteten Küche und weiteren Gadgets ausgestattet und daher auch für Langzeitgäste geeignet. Hier ist es nicht notwendig sich jeden Abend auf die Suche nach einem Restaurant zu machen. Viel einfacher wäre es doch für sich, den Partner oder Freunde zu kochen! Eine weitere Besonderheit sind die originalen Kunstwerke, die in jedem Zimmer hängen. Es wird wirklich auf das letzte Detail geachtet. Jeder Service, den das Hyatt anbietet, ist 24 Stunden sieben Tage die Woche erhältlich.

Alles in allem ist das Andreas Quartier eine wirklich einmalige Location, die es wert ist, regelmäßig genutzt zu werden. Ich finde es bemerkenswert, wie einzigartig die einzelnen Restaurants, Bars und Cafés doch sind und dennoch wirkt das ganze doch sehr harmonisch und stimmig. Eins merkt man sofort: Gastfreundlichkeit wird hier noch großgeschrieben.

Andreas Quartier | Mühlenstraße 34 | 40213 Düsseldorf | 0211 547650444 |  Website